Eine persönliche Vokabelliste ist eine kurze, selbst kuratierte Sammlung von Wörtern aus echtem Lesen, Hören oder Schauen — Wörtern, die Sie wirklich verwenden wollen. Fangen Sie gleich an: Nehmen Sie ein nützliches Wort aus etwas, das Sie heute gelesen oder gesehen haben, notieren Sie den Satz, in dem es vorkam, und speichern Sie es. Dieser eine Schritt zählt mehr als jede App, jede Vorlage und jedes System, das Sie danach wählen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Eine persönliche Vokabelliste lebt von Wörtern, die zu Ihren Interessen passen, und von aktivem Abrufen, Spaced Repetition und Kontext.
- Beschränken Sie sich auf fünf Wörter pro Quelle: So vermeiden Sie Überforderung und behalten zu jedem Wort einen aussagekräftigen Kontextsatz.
- Tags nach Thema, Priorität und Lernstadium machen Wiederholungen gezielt und ersparen unnötige Durchgänge durch längst Gelerntes.
- Aktives Verwenden — Sätze schreiben, laut sprechen, aus dem Gedächtnis tippen — verankert Wörter besser als bloßes Wiedererkennen.
- Wenn Erfassen, Taggen und Wiederholen in einem Ablauf zusammenlaufen, sinkt die Reibung — und die Vokabelgewohnheit hält deutlich länger.
Inhalt
- Was ist eine persönliche Vokabelliste — und warum funktioniert sie?
- Wie sammelt man Wörter beim Lesen, Hören und Schauen?
- Wie organisiert und taggt man die Liste?
- Mit welchen Methoden bleibt die Liste wirklich hängen?
- Welche Werkzeuge machen aus dem Sammeln echtes Behalten?
- Welche Startvorlagen können Sie heute übernehmen?
- Welche Fehler ruinieren die Liste — und wie behebt man sie?
- Wie wir WordByWord um echte Vokabelabläufe herum bauen
- Machen Sie aus gesammelten Wörtern eine feste Gewohnheit
- Quellen
Was ist eine persönliche Vokabelliste — und warum funktioniert sie?
Von einer Frequenzliste oder einem Lehrbuchglossar unterscheidet sich die persönliche Liste in einem entscheidenden Punkt: Jedes Wort darauf haben Sie selbst gewählt. Frequenzlisten ordnen Wörter danach, wie oft sie in der Sprache insgesamt vorkommen — für Anfänger nützlich, die die häufigsten Wörter zum Überleben im Gespräch brauchen. Doch sobald diese Phase vorbei ist, verschwenden generische Listen Ihre Zeit mit Wörtern, die Sie schon kennen, und überspringen die, die Sie wirklich brauchen.
Der Wechsel von der zugeteilten Liste zur selbst gebauten ist ein echter Wendepunkt im Umgang mit Vokabeln. Eine eigene Liste gehört Ihnen: Die Wörter stammen aus Ihren Interessen, Ihrem Beruf oder der Serie, die Sie tatsächlich schauen — nicht aus dem Lehrplan von jemand anderem. Und dieses Gefühl zeigt sich messbar darin, wie oft Sie die Wörter wirklich wiederholen, statt sie unbeachtet im Heft liegen zu lassen.
Die Lernforschung stützt das auf drei konkrete Arten. Aktives Abrufen (das Gehirn zwingen, ein Wort hervorzuholen, statt es nur noch einmal zu lesen) hinterlässt stärkere Gedächtnisspuren als passives Durchsehen. Spaced Repetition verteilt dieses Abrufen auf wachsende Abstände: Sie wiederholen ein Wort kurz bevor Sie es vergessen würden — nicht direkt nachdem Sie es gerade gesehen haben. Und kontextbasiertes Lernen heißt: Jedes Wort kommt mit einem echten Satz. Sie lernen nicht isoliert „ephemeral: kurzlebig“, sondern „the ephemeral nature of fashion trends“ — genau so wird Ihnen das Wort wieder begegnen.
Die persönliche Liste ist das richtige Werkzeug, wenn Sie die Sprache schon halbwegs im Griff haben und echte Inhalte konsumieren: Artikel, YouTube-Videos, Arbeitsdokumente, Romane. Wer noch „Hallo“ und „Danke“ lernt, profitiert mehr von einem strukturierten Einsteigerkurs. Aber sobald Sie einen Nachrichtenartikel lesen und den Kern verstehen, dabei aber alle paar Sätze über ein unbekanntes Wort stolpern, zahlt sich die persönliche Liste schneller aus als jedes fertige Kartendeck.
Wie sammelt man Wörter beim Lesen, Hören und Schauen?
Das Sammeln ist der Engpass, an dem die meisten scheitern. Entweder erfassen sie zu viel und ertrinken in Wörtern, die sie nie wiederholen werden — oder gar nichts, weil das Anhalten zum Notieren den Lesefluss zerstört. Die Lösung ist eine leichte, wiederholbare Gewohnheit, die sich in das einfügt, was Sie ohnehin konsumieren.
- Direkt auf der Seite markieren. Markieren Sie das unbekannte Wort im Moment der Begegnung — per Browser-Erweiterung, PDF-Marker oder Notiz-App, ohne die Seite zu verlassen. Der Griff zum separaten Wörterbuch-Tab ist genau die Reibung, die diese Gewohnheit nach drei Tagen beerdigt.
- Den Satz erfassen, nicht nur das Wort. Ein Wort ohne Kontext ist später fast wertlos. „Mitigate“ allein sagt Ihnen kaum etwas. „The new policy aims to mitigate flood damage in coastal towns“ zeigt, wie sich das Wort im Satz tatsächlich verhält.
- Die Tagesration deckeln. Nehmen Sie aus jedem einzelnen Inhalt nur eine kleine, überschaubare Zahl neuer Wörter mit. Wer aus einem Artikel eine Unmenge herausgreift, wird die meisten davon garantiert nie wiederholen.
- Die Quelle notieren. Eine Zeile wie „NYT-Artikel, März 2026“ oder „Folge 4, Minute 12“ kostet zwei Sekunden und hilft später, den ursprünglichen Kontext wiederzufinden.
- Längere Texte durch einen Wortlisten-Generator laufen lassen. Bei Artikeln oder Videotranskripten ist es weit effizienter, den ganzen Text in ein Tool einzufügen, das ihn analysiert und die anspruchsvollsten Wörter hervorhebt, als Zeile für Zeile nach Unbekanntem zu suchen. Das funktioniert besonders gut für Lernende, die ihren Wortschatz beim Lesen dichter, authentischer Texte wie Nachrichten oder technischer Dokumentation verfolgen.
Tipp: Setzen Sie sich schon vor dem Lesen ein hartes Limit: fünf Wörter pro Quelle. Sind die fünf erreicht, hören Sie auf zu sammeln und lesen in Ruhe zu Ende. Eine zweite Runde ist jederzeit möglich — aber eine aufgeblähte Sammelliste aus einem einzigen Artikel ist der schnellste Weg, die ganze Gewohnheit binnen einer Woche aufzugeben.
Textanalyse-Tools sind vor allem nach der Anfängerphase nützlich, weil sie wirklich seltene oder Fachwörter von solchen trennen, die Sie bloß vergessen haben. Mit dem Transkript eines Podcasts oder YouTube-Videos funktioniert es genauso: Statt alle 20 Sekunden zu pausieren und zu notieren, lassen Sie das Tool im Nachhinein Kandidaten markieren — und entscheiden dann, welche es wert sind zu bleiben.
Wie organisiert und taggt man die Liste?
Eine unsortierte Worthalde ist nur ein längerer Weg zum Vergessen. Der Sinn von Tags ist keine Bürokratie um ihrer selbst willen: Sie sorgen dafür, dass Sie beim Wiederholen genau die Wörter herausziehen, die für den jeweiligen Tag zählen — sei es eine Präsentation im Job oder die Reise nächsten Monat.
Ein brauchbarer Eintrag braucht einen kleinen, konsistenten Satz von Feldern: das Wort oder die Wendung, eine kurze Definition in eigenen Worten, die Wortart, einen Beispielsatz mit Kontext, die Fundstelle, eine grobe Schwierigkeitsmarkierung und eine Notiz zum geplanten Einsatz.
Beim Taggen bewähren sich drei Ebenen: Thema (Reisen, Business, Kochen), Priorität (unverzichtbar oder nice-to-have) und Lernstadium (neu, in Arbeit, in Wiederholung, gemeistert). Das Stadium-Tag lassen die meisten weg — dabei spart genau dieses am meisten Zeit, weil Sie damit längst sitzende Wörter herausfiltern können, statt in jeder Sitzung die ganze Liste durchzugehen.
Ordner oder flache Liste? Ordner lohnen sich, wenn die Liste größer wird oder mehrere Sprachen im Spiel sind; kleinere Listen sind mit guten Tags in flacher Struktur leichter zu pflegen. Ein Ordner „Phrasal Verbs“ innerhalb einer Business-Englisch-Sammlung ergibt Sinn. Ein Ordner für jeden jemals gelesenen Artikel nicht.
Tipp: Taggen Sie nach Verwendungszweck, nicht nur nach Thema. Ein Wort wie „leverage“ mit den Tags „Business“ und „Priorität: hoch“ ist eine klare Ansage, wenn Kundengespräche anstehen. Dasselbe Wort nur mit „Business“ verrät Ihrem künftigen Ich nichts über die Dringlichkeit.
Mit welchen Methoden bleibt die Liste wirklich hängen?
Wörter sammeln ist der leichte Teil. Am Behalten sterben die meisten persönlichen Listen einen stillen Tod — meist nach ein paar Wochen, sobald der Rückstau lang genug ist, um zu entmutigen. Die Lösung ist nicht mehr Willenskraft, sondern ein Wiederholungssystem, das die Funktionsweise des Gedächtnisses respektiert.
Das Rückgrat ist Spaced Repetition. Die Mechanik ist simpel: Ein neues Wort wiederholen Sie fast sofort, dann nach einem Tag, nach drei Tagen, einer Woche, zwei Wochen, einem Monat — die Abstände wachsen bei jeder richtigen Antwort und schrumpfen bei jeder falschen. Diesen Plan müssen Sie nicht von Hand bauen: Jedes Spaced-Repetition-System (SRS) berechnet ihn automatisch aus Ihren Antworten.
Das Kartendesign zählt mehr, als man denkt. Ein häufiger Fehler — besonders bei großen geteilten Decks — ist es, mehrere Definitionen, Beispielsätze und Grammatiknotizen auf eine überladene Karte zu quetschen. Große geteilte Anki-Decks profitieren meist davon, auf eine saubere Karte pro Wort eingedampft zu werden, statt mit konkurrierenden Definitionen zu jonglieren. Halten Sie jede Karte bei einem Wort, einer klaren Definition, einem Beispielsatz und, wenn möglich, Audio. Eine vollgestopfte Karte bremst jede einzelne Wiederholung — und es werden Hunderte sein.
Über Karteikarten hinaus bringen aktive Übungen ein Wort von „erkannt“ zu „verwendbar“:
- Sätze schreiben. Schreiben Sie einen neuen Satz mit dem Wort — einen anderen als den, in dem Sie es gefunden haben.
- Laut sprechen. Sagen Sie das Wort und Ihren Satz laut, auch allein. Das entlarvt Ausspracheprobleme, die keine Karteikarte je zeigt.
- Tippen aus dem Gedächtnis. Tippen Sie das Wort, statt es aus einer Auswahl anzuklicken — das erzwingt vollständiges Abrufen statt bloßen Wiedererkennens.
- Gemischte Einheiten. Wechseln Sie zwischen Lesen, Hören und Selbst-Produzieren, statt denselben Modus 50-mal hintereinander zu fahren.
Hier ein einfacher Plan zum direkten Übernehmen:
| Tag | Aktion |
|---|---|
| Sofort | Wort erfassen und erste Wiederholung |
| Tag 1 | Zweite Wiederholung |
| Tag 3 | Dritte Wiederholung |
| Eine Woche | Vierte Wiederholung |
| Zwei Wochen | Fünfte Wiederholung |
| Tag 30 | Sechste Wiederholung; bei Erfolg Abstand verlängern |
Ein Wort in Rente zu schicken ist genauso wichtig wie es zu lernen. Was Sie über einen Monat fünf- oder sechsmal in Folge richtig hatten oder monatelang ohne Aussetzer nicht wiederholen mussten, gehört ins Archiv statt in die aktive Warteschlange. Ein Archiv-Ablauf, bei dem gemeisterte Wörter aus der täglichen Rotation fallen, aber nicht gelöscht werden, hält die Einheiten kurz und die Liste für später exportierbar.
Wenn Sie über das reine Abrufen hinaus Verstärkung wollen: Bei allem Abstrakten und schwer Vorstellbaren funktioniert die Kopplung an einen Gedächtnisanker gut. Mnemotechniken helfen am meisten bei Wörtern ohne offensichtliches Bild oder eigene Geschichte — abstrakten Substantiven oder Grammatikpartikeln.
Eine stabile Wiederholungsgewohnheit ist weniger eine Frage der Motivation als der Verankerung in etwas, das Sie ohnehin täglich tun. Wer neue Lerngewohnheiten an eine bestehende Routine koppelt — etwa fünf Karten zum Morgenkaffee —, bleibt weit länger dabei als jemand, der „später Zeit finden“ will.

Welche Werkzeuge machen aus dem Sammeln echtes Behalten?
Die Werkzeuge zerfallen grob in drei Kategorien: Erfassungstools, die Wörter im Moment der Begegnung einsammeln; Listen-Generatoren, die Kandidaten aus einem ganzen Text ziehen; und Wiederholungstools, die das Gespeicherte planen und abfragen. Die meisten Lernenden flicken zwei oder drei davon zusammen — und genau an den Nahtstellen entsteht die Reibung.
Der durchgängige Ablauf sieht so aus:
- Erfassen: ein unbekanntes Wort dort markieren oder anklicken, wo es Ihnen begegnet — auf einer Webseite, in einem PDF oder in Videountertiteln.
- Taggen: Thema, Priorität und Lernstadium vergeben, solange Sie noch wissen, warum Sie es gespeichert haben.
- Importieren: anderswo gesammelte Wörter hereinholen — aus einer Tabelle, einem geteilten Anki-Deck oder einem Quizlet-Set.
- Planen: das Spaced-Repetition-System entscheiden lassen, wann jedes Wort wiederkommt.
- Verfolgen: den Fortschritt über die Sitzungen hinweg prüfen, um zu sehen, ob die Gewohnheit hält.
Spezialisierte Wortlisten-Baukästen, vor allem solche für Lehrkräfte und strukturiertes Lernen, ordnen Vokabeln nach Phonetik, Morphologie und Wortart und bringen fertige Aufgabenvorlagen mit. Das ist wirklich nützlich, wenn Sie Listen von Grund auf bauen oder jemanden unterrichten. Für Selbstlerner aber, die Wörter aus ohnehin konsumierten Artikeln, Videos und Dokumenten ziehen, nimmt ein genau um dieses Verhalten gebautes Tool mehrere Handgriffe ab.
Genau diese Lücke schließt WordByWord. Zwei Funktionen leisten die Hauptarbeit. Der Spotlight-Modus hebt Wörter direkt auf der Seite hervor, farblich abgestuft danach, wie gut Sie sie schon kennen — von völlig unbekannt bis vollständig gemeistert. Die Wörter, die Ihre Aufmerksamkeit verdienen, springen ins Auge, ganz ohne manuelles Taggen. Das Verständnisniveau verrät Ihnen, bevor Sie sich auf einen Artikel oder ein Video einlassen, welcher Anteil des Vokabulars Ihnen bereits vertraut ist — Sie wissen also vorab, ob der Inhalt zu Ihrem Niveau passt oder Sie unter unbekannten Wörtern begräbt.
Von dort schließt sich der Kreis automatisch. Wörter, die Sie im Browser, in einem PDF oder in YouTube-Untertiteln anklicken — in über 50 Sprachen —, landen direkt in einer Sammlung. Sammlungen lassen sich von Hand aufbauen, per KI aus einem Prompt generieren oder per CSV aus einem bestehenden Anki- oder Quizlet-Deck importieren: Niemand muss für WordByWord ein Lernsystem aufgeben, in das er schon Zeit investiert hat. Wiederholt wird mit anpassbaren Karteikarten samt Vertonung in sieben Trainingsmodi — darunter Tippen, Satzbau und ein 60-Sekunden-Sprint —, alles im Hintergrund per Spaced Repetition geplant.
Zu Datenschutz und Synchronisierung: Browserbasierte Erfassungstools teilen sich in zwei Lager — die einen speichern alles lokal auf dem Gerät, die anderen synchronisieren Ihre Sammlungen in die Cloud, damit Sie später am Handy wiederholen können, ohne neu zu erfassen. Für die meisten lohnt sich die Cloud: Der ganze Sinn einer persönlichen Liste ist, überall wiederholen zu können — nicht nur dort, wo das Wort eingefangen wurde. Und wer für diesen Ablauf kostenlose gegen bezahlte Tools abwägt, sollte vorher Freemium-Sprachapps vergleichen — die Nutzungslimits unterscheiden sich erheblich.
Welche Startvorlagen können Sie heute übernehmen?
Auf eine leere Liste zu starren ist auch nur eine Form der Aufschieberei. Eine Startvorlage gibt genug Struktur, um sofort anzufangen — kürzen oder erweitern können Sie später, wenn klar ist, wie sie zu Ihren Lesegewohnheiten passt.
Allgemeine 100-Wörter-Grundliste. Häufige Konnektoren und abstrakte Substantive, die in fast jedem Thema auftauchen: however, therefore, despite, nonetheless, consequently, ambiguous, sufficient, arbitrary, inevitable, plausible. Diese Wörter wiederholen sich pausenlos in Nachrichten, Essays und förmlichen Gesprächen — sie lohnen sich schon, bevor Sie ein konkretes Ziel haben.
50-Wörter-Liste für den Beruf. Die Sprache von Meetings und Verhandlungen: leverage, stakeholder, deliverable, bandwidth, escalate, align, touchpoint, deadline, mitigate, onboard. Eine fertige Business-Englisch-Sammlung deckt dieses Feld ab, wenn Sie lieber ein fertiges Set importieren als selbst eines bauen.
Thematische 30-Wörter-Liste. Ein enges Thema mit Bezug zu einem echten Ziel — Prüfungsvorbereitung, Hobby, anstehende Reise — und die Liste bleibt knapp. Ein kuratiertes Prüfungsvokabular-Set funktioniert zum Beispiel deshalb, weil es exakt auf das zugeschnitten ist, was ein bestimmter Test abfragt — statt Vollständigkeit anzustreben.
So passen Sie jede Vorlage an Ihr Niveau an: Streichen Sie, was Sie im Schlaf können, und tauschen Sie zwei, drei Wörter aus etwas ein, das Sie diese Woche gelesen haben. Importieren Sie das Ergebnis als CSV, wenn Ihr Tool das unterstützt — 50 bis 100 Wörter von Hand abzutippen ist genau die Art Reibung, an der Leute scheitern, bevor sie anfangen.
Entscheiden Sie beim Anpassen vorab, welche Felder Sie wirklich jedes Mal ausfüllen. Ein Wortart-Feld lohnt sich bei grammatisch komplexen Sprachen. Ein Quellen-Feld können Sie sich sparen, wenn Sie eine fertige Liste importieren, deren Herkunft offensichtlich ist. Jedes optionale Feld ist eine weitere Hürde zwischen Ihnen und der fertigen Einrichtung — nehmen Sie nur auf, was Sie beim Wiederholen tatsächlich nutzen, nicht was auf dem Papier gründlich aussieht.

Welche Fehler ruinieren die Liste — und wie behebt man sie?
Die meisten aufgegebenen Vokabellisten scheitern an denselben drei Ursachen — und alle drei sind in unter zehn Minuten zu beheben.
- Seltene Wörter statt nützlicher jagen. Jedes ungewöhnliche Wort aus einem Roman zu erfassen fühlt sich produktiv an — aber wenn Sie „vermilion“ oder „gossamer“ nie im Gespräch verwenden werden, verdrängen sie Wörter, die Sie wirklich brauchen.
- Beim Erfassen den Kontext weglassen. Ein ohne Satz gespeichertes Wort müssen Sie in drei Wochen von vorn lernen — Sie wissen dann weder, was es bedeutete, noch wie es verwendet wurde.
- Wörter nie aktiv verwenden. Ein Wort auf der Karteikarte zu erkennen und es in einem Satz zu produzieren sind zwei verschiedene Fähigkeiten — und nur aktives Üben baut die zweite auf.
Eine brauchbare Priorisierungsregel kombiniert drei Faktoren: Häufigkeit (wie wahrscheinlich begegnet Ihnen das Wort wieder), Relevanz (hat es mit Ihren Zielen zu tun) und Übungsgelegenheit (kommen Sie diese Woche dazu, es zu verwenden — nicht nur zu erkennen). Ein Wort, das bei allen dreien schwach abschneidet, ist ein Kandidat fürs Löschen, nicht fürs Wiederholen.
Ist die Liste bereits über jedes vernünftige Maß gewachsen, entrümpeln Sie sie in einem Rutsch statt häppchenweise. Nach Lernstadium sortieren, alles archivieren, was fünfmal oder öfter in Folge saß, und alles löschen, was Sie vor über zwei Monaten erfasst haben und immer noch nicht ohne Nachschlagen definieren können. Ziel sind wieder etwa 100 bis 150 aktive Wörter — gespeicherte Listen funktionieren mit Obergrenze besser als mit unbegrenztem Wachstum.
Tipp: Wenn das Ausmisten schmerzt: Ein Wort aus der aktiven Liste zu löschen heißt nicht, das Gelernte zu löschen. Das meiste, was beim ersten Mal hängen blieb, kommt sofort zurück, wenn Ihnen das Wort später in echtem Inhalt wieder begegnet.
Wie wir WordByWord um echte Vokabelabläufe herum bauen
Jede Produktentscheidung bei uns beginnt mit derselben Frage: Wie wenig Reibung ist zwischen der Begegnung mit einem Wort und seinem Behalten möglich? Aus dieser Frage ist Spotlight entstanden, das Wörter auf der Seite selbst hervorhebt, statt Sie in eine separate App zu schicken — und das Verständnisniveau überhaupt.
Wir haben sieben verschiedene Trainingsmodi gebaut, nicht einen — weil ein Wort zu erkennen und es unter Zeitdruck zu produzieren wirklich verschiedene Fähigkeiten sind und ein einziges Karteikartenformat nur eine davon trainiert. Den 60-Sekunden-Sprint gibt es genau für die Tage, an denen Sie drei Minuten haben statt dreißig: Ein Wiederholungssystem, das nur mit freiem Abend funktioniert, ist eines, das die meisten bis Woche drei stillschweigend aufgeben.
CSV- und Anki-Import haben wir gebaut, weil niemand ein geteiltes Deck oder eine Tabelle aufgeben sollte, in die echte Zeit geflossen ist — nur um das Werkzeug zu wechseln. Wer drei Sprachen gleichzeitig führt, soll die bisherige Arbeit mitnehmen, nach Lernstadien taggen und den Rest der Spaced Repetition überlassen können.
Der Ablauf, der sich bei uns immer wieder bewährt, sieht so aus: Lesen Sie, was Sie ohnehin lesen würden, klicken Sie die zwei, drei Wörter an, die Sie wirklich aufhalten, und lassen Sie die Wiederholungswarteschlange den Rest über die folgenden Wochen erledigen. Das klingt unspektakulärer als ein strukturiertes Curriculum. Es ist aber die Variante, bei der die Leute tatsächlich bleiben.
— WordByWord-Team
Machen Sie aus gesammelten Wörtern eine feste Gewohnheit
Die meiste Reibung beim Aufbau einer persönlichen Vokabelliste entsteht in der Lücke zwischen dem Erfassen eines Wortes und seiner späteren Wiederholung — und genau diese Lücke schließt WordByWord. Statt zwischen Textmarker, Tabelle und Karteikarten-App zu wechseln, passiert alles an einem Ort: Klicken Sie ein Wort auf einer Webseite, in einem PDF oder auf YouTube an, und es landet wiederholungsbereit in einer Sammlung.
Der Spotlight-Modus zeigt Ihnen auf einen Blick direkt auf der Seite, welche Wörter Sie schon kennen und welche noch Arbeit brauchen, während das Verständnisniveau vorab verrät, ob ein Artikel oder Video zu Ihrem Niveau passt — bevor Sie zehn Minuten investieren. Sammlungen füllen sich von Hand, per KI aus einem Prompt oder direkt aus einem bestehenden Anki- oder Quizlet-Deck — nichts von dem, was Sie schon aufgebaut haben, geht verloren. Wiederholt wird in sieben Karteikartenmodi mit Vertonung, automatisch geplant per Spaced Repetition.
Der kostenlose Plan bleibt unbegrenzt kostenlos, mit Nutzungslimits; Premium hebt sie auf, wenn Sie unbegrenzte Sammlungen und alle Trainingsmodi wollen. Wenn Sie den ganzen Ablauf in Aktion sehen möchten: Starten Sie mit WordByWord — mit dem, was Sie heute ohnehin lesen.
Quellen
Für alle, die tiefer in die Tools und die Forschung hinter diesem Ablauf einsteigen wollen — die Quellen zu den konkreten Aussagen dieses Leitfadens:
- Automatically generate wordlists for vocabulary learning | Wordsmyth
- Word List Builder — The Literacy Nest




